Sommerliche Belagerung – ein ungewöhnlicher Tag auf dem Windknollen Jena

Ende Juni hatte ich ein ganz besonderes und bislang in meinem Leben einmaliges Erlebnis bei einem Spaziergang auf den Windknollen. Kaum war ich oben hinterm Waldrand angekommen, wurde ich von Schmetterlingen regelrecht belagert. Ein C-Falter machte den Anfang auf meiner Hand. Große Ochsenaugen folgten. Selbst beim Laufen blieben sie auf mir sitzen. Ein tagaktiver Nachtfalter kam noch dazu, ließ sich auf dem Saum des Hosenbeins nieder.

Das wollte ich natürlich gern auf Fotos festhalten. Handy und Lumix hatte ich dabei. Doch würde ich sie nicht verschrecken, wenn ich mit der Technik hantiere? Ich probierte es einfach – sie blieben 😊

Auf dem Rückweg gesellten sich noch Bläulinge dazu. Es war ein Kommen und Gehen. Ich genoss es einfach nur. Eine tiefe innere Ruhe füllte mich aus. Ich vergaß Zeit und Raum. Es war unglaublich schön. Ein Erlebnis, wo man sich wünscht, es würde nie enden.

Dass mal ein einzelner Schmetterling auf mir landet, habe ich schon ab und an erlebt. Mit einem Großen Ochsenauge teilte ich vor ca. vier Jahren mal bei einer Rastpause am Startplatz Paragleiter auf dem Weidenberg meinen Apfel. Aber so viele über eine kurze Wegstrecke, das war einfach einmalig.

Schmetterlinge auf der Haut

Wieder daheim, befragte ich erst mal Herrn Goggel, warum Schmetterlinge auf der menschlichen Haut landen. Vom NABU gibt es einen Beitrag „Handzahme Schmetterlinge“. Er besagt, dass Schmetterlinge sich an den beim Schwitzen über die Haut ausgeschiedenen Salzen und anderen Mineralien laben. Hatte ich an dem Tag einen für Schmetterlinge besonders attraktiven Mineralienhaushalt?

In anderen Beiträgen findet man den Schmetterling als Krafttier beschrieben oder als Symbol für besondere Naturverbundenheit. Passt beides 😊

Großes Ochsenauge und drei Bläulinge auf meiner Hand Windknollen Jena

Wie ist es bei euch, hattet ihr schon ein solches oder ähnliches Erlebnis mit Schmetterlingen?

Schreibe einen Kommentar